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BSG: Unfall durch Sturz im Homeoffice ist Arbeitsunfall

BSG: Unfall durch Sturz im Homeoffice ist Arbeitsunfall

Ein Sturz in der privaten Wohnung des Arbeitnehmers ist als Arbeitsunfall anzusehen, falls die Wohnung des Arbeitnehmers und seine Arbeitsstätte identisch sind und der Betriebsweg in Ausführung der versicherten Tätigkeit ausgeführt wird (Bundessozialgericht, B 2 U 28/17 R und B 2 U 8/17). Die Klägerin war als Key-Account-Managerin im Home-Office beschäftigt und rutschte auf dem Weg zu ihrem heimischen Büro im Keller auf der Treppe aus und verletzte sich an der Wirbelsäule. Die beklagte Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab, da nach ihrer Auffassung für zurückgelegte Wege zwischen privat und geschäftlich genutzten Räumen kein Versicherungsschutz bestehe. Die Richter entschieden: Die Tätigkeit der Klägerin habe in sachlichem Zusammenhang mit der zur versicherten Tätigkeit gestanden. Ausschlaggebend sei die durch die objektiven Umstände des Einzelfalls bestätigte Handlungstendenz der Klägerin, eine dem Unternehmen dienende Tätigkeit auszuführen.

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